SOTER.studio x eco-Verband
Nach einem Tag voller guter Gespräche auf dem eco Interaction Day stand unser Entschluss fest: SOTER wird Mitglied im eco Verband der Internetwirtschaft. Wir freuen uns darauf in Zusammenarbeit mit dem Verband und seinen Mitgliedern Möglichkeiten & Potentiale im Bereich KI-Automatisierung zu erörtern und neue Impulse zu setzen.

SSeit diesem Monat ist SOTER Mitglied im eco Verband der Internetwirtschaft. Inhaltliche Schnittmengen, Vernetzungsambitionen aber auch Partizipationmöglichkeiten in einer Vielzahl spannender Kompetenzgruppen & weiterer vom Verband ausgehender Initiativen haben uns die Entscheidung leicht gemacht. Wenn uns das vor einem Jahr jemand prophezeit hätte, hätten wir vermutlich erst mal gefragt: wozu?
01Der Interaction Day
Ausgehend von den thematischen Schwerpunkten KI und Future Connectivity hat sich erwartungsgemäß so ziemlich alles um KI, deren Einsatzmöglichkeiten, Zugänglichkeit, Compliance aber auch um die Bereitstellung entsprechender Hardware-Infrastruktur gedreht. Das Format ist bewusst auf Austausch angelegt, d.h. wenig Frontbeschallung, viele Gespräche, abends wurde gegrillt. Yannick & ich sind ohne allzu große Erwartungen hingefahren, da wir uns als vermeintlich kleine Dienstleistende in der Welt gestandener Unternehmer oder sonstiger größerer Player nicht allzuviel Resonanz erhofft haben.
So kann man sich täuschen .. Nach Hause gefahren sind wir mit viel Inspiration & neuen Ambitionen. Die Unternehmer, mit denen wir gesprochen haben, beschäftigen sich mit vergleichbaren Fragen, sind alle irgendwie motiviert, gleichzeitig überfordert. Man spürt diesen diffusen Innovationsdruck und alle sind sich einig, dass der Aktionismus, den alle mitbringen, duchaus seine Berechtigung haben sollte. Das Themenspektrum war so weitläufig wie die Perspektiven und Geschäftsmodelle der Anwesenden. KI-Anbieter, Betreiber von Rechenzentren und Infrastruktur, Cloud-Dienste. Die Vorträge waren überwiegend pragmatisch, teilweise auch eindringlich appellierend. Für uns eine gelungene Mischung aus spannenden Impulsen.
02Teilen, vernetzen, Möglichkeitsräume ausloten
Als kleines Studio arbeitet man leider oft in der eigenen Blase. Man kennt zwar seine Kunden, seine Projekte & seinen Stack, der Horizont bleibt aber eingeschränkt. Bei eco treffen wir auf Akteure, die seit Jahrzehnten Internetinfrastruktur betreiben, auf Anbieter, die KI-Modelle hosten und auf Unternehmen, die genau die Fragen stellen, die wir täglich beantworten. Wertvolle Kontakte für uns. Wir freuen uns auf jeden einzelnen davon.
Eine unserer zentralen unternehmerischen Ambitionen ist, dass wir KI für den Mittelstand zugänglich machen wollen. Viele Unternehmen mit denen wir sprechen, insbesondere diejenigen ohne allzugroße IT-Affinität, kennen KI höchstens als Chat-Interface. Dass man systematisch Abläufe automatisieren und strukturelle Entlastung schaffen kann, ist oft schlicht unbekannt oder bloß bedingt vorstellbar. Dieses Potential wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern und interessierten Verbandsmitglieders in Kooperation adressieren.
03Die Initiative KI in der Praxis
eco hat mit „KI in der Praxis“ eine Initiative, die an dieser Stelle ansetzt. Sie bringt KI-Anbieter, Rechenzentren, Cloud-Dienste und deren Kunden zusammen und arbeitet in drei Gruppen: Daten und Services, Infrastruktur & Rahmenbedingungen. Wir wollen uns dort einbringen mit dem, was wir in Projekten wie KAPY, AdaptMap und weiteren kleineren Projekten gelernt haben: wie man KI-Systeme baut, die DSGVO-konform auf deutscher Infrastruktur laufen, wie man mit sensiblen Daten umgeht und wo der EU AI Act in der Praxis relevant wird.
→ KI in der Praxis. Die Initiative im Überblick, direkt auf eco.de. Jetzt lesen ↗
04Das Interview: Entlastung, Pull-Prinzip, Verantwortung
Im Zuge des Beitritts habe ich dem Verband außerdem ein kleines Interview gegeben. Hier geht es unter anderem darum, wie aus einzelnen KI-Anwendungen strukturelle Entlastung wird, warum gute Automatisierung nach dem Pull-Prinzip funktioniert und nicht per Ansage von oben und was Unternehmertum aus unserer Sicht mit gesellschaftlicher Verantwortung zu tun hat.
Wer wirtschaftlich handelt, handelt immer auch in einem gesellschaftlichen Kontext.
— Civan Erbay, im eco-Interview
Datenschutz ist nicht nur eine Compliance-Checkliste am Ende eines Projekts, sondern eine Architekturentscheidung. Kurzum: zertifizierte deutsche Infrastruktur, DSGVO-konform, damit Kundendaten dort bleiben, wo sie hingehören. Wer digitale Souveränität für Europa will, muss sie auch einkaufen.
→ Interview. Von der Idee zur produktiven KI- und Automatisierungslösung, auf eco.de. Jetzt lesen ↗
05Eine Idee, die wir mitnehmen: die Workflow-Bibliothek
Und dann ist da noch eine Idee, die seit dem Interaction Day in unseren Köpfen arbeitet. Es gibt inzwischen unzählige gute KI-Automatisierungen: Worker, also mehrere KI-Agents, die in einem Automationsflow zusammenarbeiten und etwa E-Mails vorsortieren, Meeting-Mitschriften in Aufgaben verwandeln oder Angebote vorbereiten. Nur findet kaum jemand die Lösung, die zum eigenen Unternehmen passt, weil es dafür keinen gemeinsamen Ort gibt.
Wir arbeiten deshalb an einer offenen Bibliothek für KI-Automatisierungs-Workflows. Das Prinzip kennt jeder aus der Open-Source-Welt: durchsuchbar, dokumentiert, aus unseren Anwendungsfällen entstanden. Unternehmen sollen dort passende Workflows finden, verstehen und für sich übernehmen können, ohne jedes Rad neu zu erfinden. Wir hoffen, dass die Idee auch im eco-Netzwerk Resonanz findet.
06Was jetzt kommt
Ein Verbandsbeitritt ändert nichts an unserer täglichen Arbeit. Was sich ändert, ist der Raum, in dem sie stattfindet. Statt in der eigenen Blase arbeiten wir jetzt mit Leuten zusammen, die sich dieselben Fragen stellen & gemeinsame Interessen teilen. Wenn du selbst bei eco bist, die Initiative KI in der Praxis kennst oder Lust hast, die Workflow-Bibliothek mit uns zu denken, melde dich gern. Wir freuen uns über jede Nachricht.